nix auf der welt…

…lässt meinen kopf so frei sein, wie wenn er beim sex die kontrolle übernimmt, seine Hände meinen körper erkunden, kneifen oder schlagen. es fühlt sich alle wattig weich an und es existiert nur der Moment. der rest wird einfach ausgeblendet. ein tolles gefühl.

doch nix auf der welt, lässt mich so abstürzen, wie wenn das spiel zu ende ist. egal, wie viel zeit er sich nimmt zum auffangen. der kopf ist blockiert. der kopf dreht nur noch um das eine Thema.

je länger man darüber nachdenkt, desto mehr kommt die Erkenntnis, das nicht er oder unser sex das Problem ist. es ist nur der kopf, der mit Wörtern um sich wirft, die man sich als „anständiger mensch“ in den kopf hauen lassen hat, aber nicht die eigenen sind.

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geht zurück auf 0 überhaupt

wir sind ganz unterschiedlich im umgang mit bdsm. wo er locker und entspannt darüber reden kann, kann ich dies nur im allgemeinen. wenn es um mich selber geht, dann verbietet mir mein katholisches ich Begrifflichkeit wie bspw. „devot“ oder „maso“ im bezug auf meine Person. auch bin ich oft unsicher, wenn es darum geht einzustufen, was ich wirklich alles will, wie viel schmerz lust ist und wie viel schmerz zu viel ist.

wo er in diesem themengebiet nur positive Erfahrungen gesammelt hat, waren meine anfängerschritte eher negativ und erschreckend. im Prinzip fang ich mit ihm nochmal bei 0 an.

das ist aber leichter gesagt als getan. oft bremst die angst vor der angst, wirklich schmerzen tut es selten. selbst beim testen von neuen Errungenschaften hat der kopf solche Blockaden, weil er sich immer alte erinnerungen ins gedächnis ruft, so dass man doch nie wirklich wieder bei 0 anfängt?!?

eine kaputte Tasse ist nach dem kleben auch nie wieder 100% dicht. ein gebrauchtes Handy wird auch nie voll auf neu zurückgestellt, die Daten sind doch immer irgendwo gespeichert. ist das schließlich und endlich nicht auch mit dem eigenen ich so?

oft merke ich, wie die angst vor den schmerzen und der angst, einen selbst in einen zustand bringt,  bei dem man das gefühl hat in der eigenen angst verloren zu gehen. kleine gesten oder worte seinerseits dich aber immer wieder zurückholen. man selber merkt, wie anders körper und Psyche reagieren auf diese art von spiel. wo der geist sich in allem schlechten verfängt und hängen bleibt, reagiert der körper auf diese art von Behandlung ganz anders, empfindet alles als positiv und toll und verlangt nach mehr. und wenn dies dem kopf bewusst wird, dann ist selbst er in der lage wieder auf 0 zurück zugehen und sich fallen zu lassen.